Normalito Andal

Seemann von den Philippinen

Mehr als zwei Millionen Philippinos ernähren ihre Familien, indem sie im Ausland arbeiten und Geld nachhause überweisen. Rund ein Fünftel dieser „Overseas Workers“ arbeitet auf Schiffen.

Philippinische Matrosen gehören auf fast allen Container- und Kreuzfahrtschiffen zur Besatzung. Oft sind sie die Schwächsten in der Hierarchie an Bord. Während Seeleute anderer Nationalitäten in der Regel drei bis vier Monate auf See bleiben, sind philippinische Matrosen oft neun Monate unterwegs, ohne ihre Familien zu sehen. Mit ihrer Heuer ernähren sie daheim viele Menschen.

„Das Leben auf See und das Leben an Land sind völlig verschieden“, erklärt Normalito Andal im Interview. „An Bord bist du allein.“

Während unseres Gesprächs lehnt sein Handy am Aschenbecher, Skype ist geöffnet, und von der anderen Seite der Erde schaut ein achtjähriger Junge herüber: Normalitos jüngster Sohn.

Normalito Andal erzählt von der Sehnsucht nach Zeit mit seiner Familie.

0:00